Martin Wamsler Dipl. Ing. (FH)
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Architekturbüro Wamsler

Energiekommissar Öttinger plant Aussteig aus dem Ausstieg!  (12.06.2012)

Energiekommissars Oettinger probt den Ausstieg aus der Energiewende    

Zu dem heute von EU-Energiekommissar Oettinger vorgestellten "Strategiepapier" erklärt Stephan Grüger, Mitglied des Vorstands der deutschen Sektion von EUROSOLAR e.V.:

Das "Strategiepapier" von Energiekommissar Oettinger ist eine Rolle rückwärts in der Energiepolitik und eine Huldigung der Interessen weniger Großkonzerne. Energiekommissar Oettinger hat offensichtlich die wirtschaftliche Bedeutung einer dezentralen, mittelständischen und vollständigen Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien nicht verstanden.

Das Gerede von zentralistischen Wind-Großkraftwerken im Meer und Sonnen-Großkraftwerken in der Wüste zeigt einen geradezu erschreckenden ökonomischen Unverstand, es sei denn, eine möglichst teure, möglichst unvollständige Energiewende ist der von Herrn Oettinger erwünschte Effekt.


Dabei sind Offshore-Windkraftwerke und große Sonnenkraftwerke in der Wüste teurer als dezentrale Photovoltaik. Hinzu kommen eklatante Transportkosten und politische Probleme bei der Errichtung von Transportleitungen. Der Zeitverlauf von Planung und Ausführung dieses zentralistischen Großprojektes übersteigt den möglichen Zeitraum einer vollständigen dezentralen Energiewende zudem um ein Vielfaches. So verhält es sich auch mit den Kostenrelationen.

Dabei sind die technischen Probleme von Offshore-Windenergieanlagen und zusätzlich noch sozioökonomischen Probleme von Sonnengroßkraftwerken in außereuropäischen Ländern wie den Staaten des Maghreb, deren Energie ausschließlich nach Zentraleuropa geleitet werden soll, noch gar nicht berücksichtigt.

Dass Energiekommissar Oettinger in Zusammenhang mit den Erneuerbaren Energien von Subventionen spricht und gleichzeitig die schon geleisteten und weiterhin bestehenden Subventionen für Atom- und fossile Kraftwerke ausklammert, ist ein weiteres Indiz für die Einseitigkeit und ökonomische Blindheit des "Strategiepapiers". Arbeitsmarkteffekte und Preisdämpfungseffekte durch Erneuerbare Energien existieren zwar in der realen Welt aber offenbar nicht im Brüsseler Wolkenkuckucksheim.

Das "Strategiepapier" von Herrn Oettinger ist gut für einige wenige Großkonzerne. Für Arbeitnehmer, Energieverbraucher und für den Mittelstand ist es ein Trauerspiel. Herr Oettinger probt den Ausstieg aus der Energiewende, wir sind gespannt, was seine Parteifreundin Bundeskanzlerin Angela Merkel hierzu sagt."

EUROSOLAR 2012


Da gibt es von unserer Seite nur einen Vorschlag:

Herr Oettinger: Treten Sie zurück, Sie verstehen nichts von Ihrem Handwerk und von Energie schon gar nichts!